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Tag der Menschenrechte: „Nicht über uns, ohne uns – sondern mit uns!“

Vor 70 Jahren – am 10. Dezember 1948 – wurde die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ von den Vereinten Nationen (UN) beschlossen. Ein Meilenstein für alle Menschen.

Dazu erklärt der Vorsitzende des Landesverbands der Gehörlosen Baden-Württemberg, Wolfgang Reiner: „Die Feststellung, dass alle Menschen gleich an Würde und Rechten geboren ist, klingt banal und ist doch so wichtig. Auch heute noch, 70 Jahre später. Aufgrund der Erklärung hat sich richtig viel in Deutschland verbessert, gerade für uns Menschen mit Behinderung. Und diesen Weg gehen wir weiter: wir wollen gemeinsam mit allen anderen Menschen unser Land gestalten und den Entwicklungen teilhaben. Dafür treten wir jeden Tag an.

Unser Credo lautet daher: Nicht über uns, ohne uns – sondern mit uns!

Miteinander schaffen wir viele mehr. Unser Land wird durch diese Vielfalt stärker und lebendiger.

Als Gehörlosengemeinschaft sind wird auch Gebärdensprachgemeinschaft. Unsere Kernforderung an alle Verantwortlichen ist daher, die Gebärdensprache weiter zu stärken. Die Gebärdensprache ist eine vollwertige Sprache, die uns echte Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht.

Dazu sind wir auf Gebärdensprachdolmetscher/innen angewiesen. Wir brauchen mehr. Bund und Land müssen mehr in die Ausbildung von Dolmetscher/innen investieren und sie fördern. Und uns Gehörlose dabei unterstützen, Dolmetscher/innen zu buchen. Beispielsweise über ein persönliches Budget wie das Gehörlosengeld, ähnlich dem Blindengeld. Hier muss endlich Bewegung in die Gespräche zwischen Bund und Land reinkommen.“

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